Blended Learning und E-Learning: Vorteile und Nachteile

Blended Learning ist Elearning mit Präsenzphasen: E-Learning wird schon lange als die Zukunft des Lernens gepriesen, allerdings erreicht es in Wirklichkeit bei weitem nicht die gleiche Bedeutung wie das Lernen in Präsenzform (also mit Anwesenheit der Lernenden und des Trainers). Aus diesem Grund wurde der Ansatz modifiziert: Beim modernen Elearning ("Blended Learning") wechseln sich Fernlernphasen und Präsenzphasen ab, das zu Hause Gelernte wird in der Anwesenheitsphase gemeinsam mit dem Trainer meist anhand von Beispielen vertieft.

Vorteile:

  • Lerntempo kann selbst bestimmt werden
  • Wiederholungen sind beliebig oft möglich
  • Lernen ist unabhängig von Zeit und Ort des Lernenden (also auch keine Wartezeit bis zum nächsten Seminarbeginn)
  • Bei gut umgesetzten Inhalten sind Aufnahmekanäle für jeden Lerntyp vorhanden (Lesen, Ton, Videos, Animationen etc.)
  • Für das Unternehmen kostengünstig und schnell bei vielen zu schulenden Personen


  • Unterschiedliches Vorwissen wird besser ausgeglichen
  • Die Präsenzphasen können für praktische Übungen intensiver genutzt werden, weil einheitliches Vorwissen aus den Selbstlernphasen vorausgesetzt werden kann
  • Keine "Bloßstellung" vor Arbeitskollegen bei Wissenslücken

Nachteile:

  • Nicht kostengünstiger als "normale" Trainings, allerdings reduzierte Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten, dafür kommen oft Kosten für EDV-Ausrüstung, Druckkosten für Ausdrucke o.ä. dazu.
  • Manchmal unausgereifte Online-PIattformen, die Möglichkeit sich etwas auszudrucken ist nicht immer gegeben
  • Bildschirmlernen ist für fast alle Menschen ermüdender als Lernen vom Papier
  • Schnelle Internetverbindung nötig, Abhängigkeit von technischer Infrastruktur
  • Oft Administratorenrechte am PC nötig, damit Programme installiert werden können
  • Selbstdisziplin und Selbstlernkompetenz unbedingt nötig
  • Reduzierte sozialen Kontakte zu Trainer und anderen Teilnehmern, Erfahrungsaustausch schwieriger, Fragen bleiben manchmal ungeklärt oder können erst viel später gestellt werden.
  • Erklärungen durch Trainer reduziert, Wissen muss selbst erarbeitet werden. An diese Art zu lernen muss man sich oft erst gewöhnen.
  • Die Trainer kommen aus dem Präsenzbereich und sind oft noch mit den Möglichkeiten und den geänderten pädagogischen Rahmenbedingungen von Elearning vertraut
  • Guter "Content", also gute Lerninhalte, sind immer noch selten. Meist wird ein Buch oder Skript eher "linear" umgesetzt, es muss also wieder "eine Seite nach der anderen" durchgegangen werden (fehlende Vernetzung).
  • Individuell interessante Nebenthemen sind nicht im "Content", also nicht in den Lerninhalten. Was sonst mit einer kurzen Zwischenfrage oder einem Pausengepräch erledigt ist, bleibt bei Elearning oft unbeantwortet.
  • Praxisteile sind praktisch unmöglich
  • Störungen und Ablenkung (Telefon, Arbeitskollegen, ankommende Emails usw.) sind häufiger als wenn man in einem Seminarraum "abgeschirmt" lernt.

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