Arbeitszeugnisse
entschlüsseln, Dienstzeugnisse richtig
lesen
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Hier finden Sie alles Wichtige
zusammengefasst, sodass Sie den eigentlichen
Inhalt von Ihrem Dienstzeugnis selbst lesen
können.Wenn Sie von Ihrem Arbeitgeber ein
Dienstzeugnis erhalten, dürfen darin keine
negativen Formulierungen stehen. Aus diesem Grund
hat sich eine Art Geheimcode entwickelt, der
"zwischen den Zeilen steht" und den
alle Personalverantwortlichen entschlüsseln
können. Was gut klingt, muss jedenfalls nicht
unbedingt etwas Gutes heißen. Sie können mit
den folgenden Formulierungen auch selbst Ihr
Dienstzeugnis leicht entschlüsseln:
Die richtige
Reihenfolge der Inhalte entscheidet auch
mit!
Gut ist es, wenn die wichtigen
Aufgaben zuerst genannt werden. Werden
zuerst unwichtige Dinge genannt, so
wertet das die Tätigkeit insgesamt ab.
Das heißt, es sollte zuerst über Ihre
Arbeit und Ihre Erfolge zu lesen sein,
nicht z.B. über Ihr Verhältnis zu den
Kollegen oder über Ihre Umgangsformen
mit Kunden.
Wie wird Ihr
Engagement gesehen:
Optimal sind Formulierungen wie
"stets", "besonders"
oder "außerordentlich" in
Verbindung mit
"leistungsbereit",
"einsatzbereit",
"motiviert", "Fleiß"
etc. Schlecht sind Formulierungen, die
die Erfolge reIativieren,
wie z.B. "war an der Erreichung der
gesetzten Ziele interessiert".
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Die
Aufgabenbeschreibung beschreibt die Tätigkeiten:
Hier ist nachzulesen, was der Arbeitnehmer zu tun
hatte. Gut sind aktive Formulierungen, wie z.B.
"optimierte", "verbesserte",
"setzte ... um",
"realisierte" usw.
Weniger gut sind Formulierungen wie "wurde
eingesetzt", "hatte zu erledigen",
"zu seinen Pflichten gehörte" o.ä.
Diese passiven Formulierungen lassen anklingen,
dass es vielleicht an Eigeninitiative mangelte.
Vernichtend sind Formulierungen wie "er
versuchte...", "er bemühte
sich..." oder "er begann...".
Generell:
Formulierungen wie "entsprachen den
Anforderungen" oder "war im Allgemeinen
zufriedenstellend" sagen eher das Gegenteil
aus, nämlich dass die Leistungen unter dem
Durchschnitt waren. "Stets zu unserer
vollsten Zufriedenheit" ist sehr gut,
"zu unserer vollen Zufriedenheit" ist
noch OK, aber "hat den Anforderungen
weitgehend entsprochen" ist sehr schlecht.
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