Ausbildungskosten: Vergleich ist wichtig

Vergleichen Sie die richtigen Kosten!
Die verschiedenen Angebote dauern oft unterschiedlich lange. Dividieren Sie also die Kurskosten durch die Lehreinheiten, um die Kosten besser vergleichen zu können. Statt dem Begriff Lehreinheiten (LE) werden auch Bezeichnungen wie Seminarstunden, Trainingseinheiten (TE), Maßnahmenstunden (MS) oder ähnliches verwendet. Aber auch dieser Preis pro Lehreinheit sagt noch nicht alles aus, da die Lehreinheiten oft unterschiedlich lange dauern (z.B. 50min oder 45min). Weiters werden manchmal auch Lerneinheiten eingerechnet, die im Selbststudium oder in E-Learning-Phasen zu absolvieren sind. Wägen Sie auch ab, wieviel Ihnen solche Zeiten wert sind.

Auch andere Umstände sind noch zu berücksichtigen, die sich auf das Preis/Leistungsverhältnis auswirken:

  • Wie groß ist die Lerngruppe?
  • Gibt es besonders teure Spezialisten als Trainer?
  • Ist die Verpflegung oder sind Pausengetränke inkludiert?
  • Muss gleich alles bezahlt werden oder ist der Kurs auf Teilmodule aufgebaut oder eine Ratenzahlung möglich?
  • Muss während der Kurszeit eine Kinderbetreuung bezahlt werden oder sind die Kurszeiten darauf abgestimmt (auch Ferienzeiten etc.)?
  • Wie wichtig ist mir, dass der Kurs zustandekommt? Sehr kostengünstige Kurse können oft nur mit entsprechend hoher Teilnehmerzahl durchgeführt werden, die oft dann nicht erreicht wird.

Welche Kosten sollten Sie mit einbeziehen?
Die Kosten entstehen nicht nur durch die Kurskosten im engeren Sinn. Es treten eventuell noch Kosten für Fachbücher auf, weiters können Prüfungsgebühren anfallen, die oft gar nicht so gering sind. Speziell wenn Sie einmal bei einer Prüfung durchfallen, sollten Sie wissen, welche Kosten nochmals zu bezahlen sind und ob sie den Kurs nochmals besuchen können. Manche Anbieter bieten die Möglichkeit eines weiteren kostenlosen Kursbesuchs an, wenn es einmal nicht klappen sollte.
Weiters sollten Sie darauff achten, ob die Kurskosten mit oder ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen sind. Bei Kurskosten, die ohne MWSt. angegeben sind, sind für Privatpersonen die realen Kosten um 20% (ein Fünftel) höher.

Tipp: Die manchmal als Verkaufsargument gebrachte regionale Nähe des Kurses (Kurs in Gasthäusern oder Raststationen etc.) ist immer zu hinterfragen. Solche "Schulungsstätten" haben oft nicht die passenden Rahmenbedingungen hinsichtlich Ruhe zum Lernen, Verfügbarkeit von Ausstattung und zusätzlichen Lehrmitteln, Rauchfreiheit im Seminarraum oder verfügbaren ruhigen Nebenräumen für Gruppenarbeiten. Ein Anfahrtsweg zur Schulungsstätte ist auch finanziell kaum ein Hindernis: Bei berufsbildenenden Kursen (im weitesten Sinn) können Sie die Fahrtkosten (Anzahl gefahrene km mal amtliches km-Geld) als Werbungskosten absetzen, hier kann einiges an Steuerersparnis zusammenkommen. Benötigt wird dafür eine Bestätigung des Schulungsinstituts, an welchen Tagen Sie im Kurs waren (das ist aber eine Standardbestätigung, die alle seriösen Anbieter problemlos ausstellen).

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