Lernen macht natürlich mehr Spaß, wenn
man sich die Inhalte schneller merkt. Je nach der
natürlichen VeranIagung,
die für jeden Menschen unterschiedlich ist, kann
man sich das Lernen individuell leichter
gestalten. Es gibt aber auch einige allgemein
gültige Tipps, wie das Lernen leichter geht.
Lerntypen:
| Es gibt
Menschen, die merken sich Inhalte
leichter, wenn sie optisch dargestellt
sind ("visueller" Lerntyp). In
solchen Fällen ist es sinnvoll, Mindmaps
zu zeichnen, komplizierte Zusammenhänge
in Diagrammen aufzuzeichnen, Farben zu
verwenden oder Bildgeschichten aus
Abläufen zu zeichnen. Andere Menschen
lernen leichter, wenn sie die Inhalte
hören ("auditive" Lerntypen).
Sinnvolle Unterstützung bieten hier
Gruppenarbeiten und Diskussionen. Es gibt
aber auch Menschen, die Inhalte
tatsächlich "begreifen"
müssen (haptische Typen). |

|
Spezielle Lerntipps für
Visuelle
Typen (lernen am leichtesten durch
Lesen und durch Bilder, benutzen häufig
Ausdrücke wie "da blicke ich nicht
durch" oder "jetzt sehe ich das
schon klarer".)
Auditive
Typen (lernen am leichtesten durch
Hören, benutzen häufig Ausdrücke wie
"das klingt schon besser",
"ich kann das jetzt wirklich nicht
mehr hören")
Haptische
Typen (lernen am besten durch
Handeln, benutzen häufig Ausdrücke wie
"ich werde das nie begreifen"
oder "ich muss diese Sache jetzt
wirklich in Angriff nehmen")
Es gibt aber auch allgemeine
Tipps, wie Sie sich Inhalte schneller merken
können:
Motivation:
Nur positiv motiviert lernen - schlecht gelaunt
dauert alles viel länger. Lernziele setzen
(welche Inhalte will ich bis wann können?). Bei
Erreichen des Ziels darf man sich durchaus selbst
belohnen. Nach bestandenen Prüfungen sollten Sie
sich jedenfalls geeignet belohnen.
Bedenken Sie immer: Lernerfolg = Lernaufwand mal
Motivation! Wenn einer der beiden Faktoren 0 ist,
lässt sich kein Lernerfolg erzeilen.
Organisation und
Konzentration:
Überflüssiges wegräumen, am Tisch ist nur der
aktuelle Lernstoff, keine Ablenkung durch Radio
oder Handy oder Familie (Auszeit nehmen).
Sinnvoll ist eine wiederkehrende tägliche
Lernzeit. Lernpensum ordentlich durchplanen,
sodass Sie auch verfolgen können, ob bis zur
Prüfung ausreichend Zeit ist oder ob mehr Zeit
für das Lernen reserviert werden muss.
Regelmäßig bereits gelernten Stoff wiederholen,
damit er ins Langzeitgedächtnis kommt.
Lernen Sie immer nur solange,
dass Sie die neuen Inhalte gerade können.
Darüber hinausgehende Wiederholungen bringen
nicht viel. Frischen Sie die Inhalte lieber am
nächsten Tag nochmals auf.
Körper und Energie:
Regelmäßig lüften, viel Wasser trinken,
leichte Ernährung (zB. Obst oder Müsliriegel),
auf Zigaretten verzichten. Pausen einhalten (alle
30 bis 45 Minuten kurze Pause, alle 3 Stunden
lange Pause). In der Pause unbedingt aufstehen
und leichte Bewegung machen (Alternativ für
Lernprofis: Meditative Entspannungsübungen oder
geeignete kinesiologische Übungen in den Pausen
machen).
Nach dem Lernen am besten
einfache Dinge tun, bei denen man nicht
nachdenken muss (zB. Aufräumen oder Spazieren
gehen). Dadurch festigen sich die Lerninhalte.
Auf kleinere Teile
aufteilen:
Den Stoff in 7er-Gruppen unterteilen
("Chunking"). Längere Listen können
kaum dauerhaft gemerkt werden. Wenn mehr als 7
Begriffe/Bezeichnungen gelernt werden sollen,
sollten Sie versuchen, Überbegriffe dafür zu
finden und innerhalb dieser Überbegriffe maximal
7 Unterbegriffe zu lernen (Bsp.: 10 bestimmte
Obstsorten auf einmal sind schwieriger zu merken
als zwei Gruppen "wächst am Baum" und
"hat einen großen Kern" weniger
Inhalten.
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