Jobwechsel (Arbeitsplatzwechel)

Diese Situation kommt früher oder später auf jeden Dienstnehmer zu: Soll ich meinen Arbeitsplatz wechseln oder lieber behalten? Auf dieser Seite finden sie Hilfestellungen, Tipps und Anregungen, die Ihnen diese Entscheidung erleichtern.

Am Anfang steht der "Leidensdruck"
Wenn alles passt und wir uns im Beruf wohlfühlen stellt sich die Frage nach einem Jobwechsel ohnehin nicht. Manchmal gibt es aber einen ganz konkreten AnIass oder Vorfall, der zu der Entscheidung für einen anderen Arbeitsplatz führt, und manchmal reift im Laufe der Jahre einfach die Idee, etwas Neues auszuprobieren. Irgendwann schreibt man eine Bewerbung und erhält womöglich eine Zusage. Spätestens dann muss man die Chancen und Risiken, die Vorteile und Nachteile sorgfältig gegeneinenader abwägen.

Aufgaben und Verantwortung
Der wichtigste Faktor: Nur wem seine Tätigkeit Freude bereitet (damit ist gemeint dass man sich ehrlich einbringt und engagiert), wird gut und erfolgreich sein. Dienst nach Vorschrift, Desinteresse und "innere Kündigung" über einen längeren Zeitraum sind gute Anzeichen dafür, dass man wechseln sollte.

Burnout und Stress
Zu diesem Thema gibt es genug Empfehlungen und Anleitung, wie man damit umgehen sollte. Die realität schaut leider oft anders aus: Delegieren ist oft unmöglich, Auszeiten und Erholungsurlaube sind oft nur mit dem eingeschalteten Handy möglich und die Arbeitsbelastung wird schleichend von Jahr zu Jahr höher. all das ist aber noch kein sicheres zeichen, dass Sie den Job wechseln sollten. In dieser Beziehung können Sie (leider) beruhigt im bestenenden Arbeistverhältnis bleiben, Stress und Leistungsdruck sind in der heutigen Zeit fast überall sehr hoch und eigentlich nur dann zu bewältigen, wenn einem die Arbeit gefällt (Stress wird dann als positiver Eustress statt negativem Distress empfunden).

Erfahrungen sammeln
Dieser Punkt ist insbesondere für Berufseinsteiger wichtig. Für Berufseinsteiger ist es besser, rasch ins Berufsleben einzusteigen, auch wenn der erste Job nicht der Traumjob ist oder der Dienstgeber kein internationaler Konzern ist. Wichtig ist die Arbeitspraxis, wo sie erworben wird ist am Beginn des Berufslebens zweitrangig. Mit Berufspraxis hat man wesentlich größere Chancen auf den Traumjob. Als Berufseinsteiger sollte man durchaus nach 2 bis 3 Jahren den Dienstgeber wechseln, das macht sich im Lebenslauf in der heutigen Zeit besser als wenn man 15 Jahre beim ersten Dienstgeber war. Bei so einem Wechsel nach vielleicht 3 Jahren ist auch gehaltlich einiges drinnen.

Gehalt und Gehaltssteigerung
Wir hören es zwar imer wieder, dass das Gehalt kein Motivationsfaktor ist. Das wird sicher ab einer gewissen Höhe stimmen, bei niedrigem Einkommen ist die Bezahlung aber trotz aller anderen Faktoren ein wichtiges Kriterium. Gehaltssprünge sind innerhalb des Unternehmens eher selten - selbst wenn sich der Aufgabenbereich erweitert. Wenn Sie also einen Gehaltssprung (damit ist etwa 10% Steigerung gemeint) anstreben, werden Sie diesen oft nur über einen Arbeitsplatzwechsel erzielen können.

Situation im Unternehmen
Ein wesentliches Kriterium ist natürlich die bestehende Situation. Folgende Aspekte können für einen Wechsel des Arbeitgebers sprechen:

  • Wenn die Perspektiven erschöpft sind, wenn es keine Chance auf einen beruflichen Aufstieg gibt
  • Wenn Sie die berufliche Tätigkeit so gut können dass Sie nichts mehr dazulernen, und Sie trotzdem keine verantwortungsvollen Aufgaben bekommen
  • Beziehung zum Vorgesetzen: Wenn Sie Ihren Vorgesetzten nicht mehr ausreichend achten, wenn Sie vom Chef nichts mehr lernen können, wenn die Zusammenarbeit nicht (mehr) wertschätzend abläuft.
  • Soziales Umfeld: Wenn Ihre Beziehungen im Unternehmen brechen (Verlust der engsten Kollegen) oder wenn sich solche Beziehungen nachhaltig nicht aufbauen Iassen (bis hin zu Mobbing). In dieser Situation sollten Sie aber vor einem Jobwechsel (=Flucht) unbedingt mit Vorgesetzten oder dem Betriebsrat über Lösungsmöglichkeiten sprechen.

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